| Text: | Hi Leute!
Vor ca. !1! Jahr habe ich einen Antrag auf Obsorge gestellt. Die Gründe dafür waren (und sind nach wie vor), daß mein Sohn ein geregeltes Leben benötigt.
Oft werde ich danach gefragt, was sich in dieser Sache tut.
Hier ist die Abschrift des letzten Protokolls (etwas mühsam zu lesen):
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Übertragung des Schallträgerprotokolles
Aufgenommen vor dem Bezirksgericht XXXXXXXXXX
Am XXXXXX
Pflegeschaftssache: mj. XXXXXX XXXXXXXX
Beginn: 10.00 Uhr
Anwesend ist der Kindesvater XXXXXXX XXXXXXX, XXXX Wien, XXXXXXX XX/XX/XX, die Kindesmutter XXXXXX XXXXX, XXXXX XXXXX, XXXX XX, und Frau XXXXXX vom Bezirksjungendamt XXXXXXXXX.
Zunächst wird versucht, vergleichsweise Regelungen oder allenfalls auch Übergangsregelungen zu treffen, solche sind derzeit nicht möglich, die Kindesmutter führt aus, dass XXXXXX Angst hätte, nach Wien zu übersiedeln, Wien sei grau und staubig, und er kennt dort niemand, und hier in XXXXXXX, wo er die Schule besucht, hat er auch seine Freunde; er würde während ihrer berufsbedingten Abwesenheit von ihren Eltern betreut, d.h. die würden ihn in die Schule bringe, und nach der Schule abholen bzw. würde er mit dem Autobus zu ihnen fahren und dort die Aufgabe machen, wenn sie dann von der Arbeit nach Hause kommt, schaut sie die Aufgaben noch einmal mit ihm an. Sie ist seit 18.8.2005 in der Justizanstalt XXXXX beschäftigt, hat im Moment nur Tagdienst von 6.30 Uhr bis 15.00 Uhr, im Wesentlichen täglich, sie kann sich das aber so einteilen, dass sie auch an den Wochenenden Dienst hat, wenn XXXXX vom Vater betreut wird, sodass sie während der Woche mehr Zeit für XXXX hat. Im Laufe der Gespräche gibt sie aber an, dass sie mittlerweile nicht mehr in der Justizanstalt XXXXX beschäftigt ist, ihr sei geraten worden, es erst in einem halben Jahr wider zu versuche, weil sie derzeit noch zu sensibel sei. Sie macht derzeit eine ambulante Therapie nach einem stationären Alkoholentzug im XXXXXX-XXXXX-Institut in Kalksburg; ein Entlassungsbericht vom 30.6.2005 legt sie vor. Derzeit hat sie einmal in der Woche eine ambulante Nachbetreuung bei Dr. XXXX im XXXXX-XXXX-Institut in XXXXX, gelegentlich fährt sie auch ambulant nach Kalksburg, wo ihre betreuende Ärztin Frau Dr. XXXX-XXXX ist. Zuletzt war sie vor cirka drei Wochen dort.
Mit XXXX wird sie eine Therapie beginnen, wie er auch sehr nervös ist und Hände reibt und kratzt, weil er unter der angespannten Situation offensichtlich leidet, als Therapeutin wurde ihr empfohlen eine Frau XXXXXX in XXXXXXXX, ihre Telefonnummer hat sie aber derzeit nicht mit (im Telefonbuch ist eine Frau XXXXXXX in WWWWW und auch in XXXXXXXX, wo sie herstammt, nicht aufzufinden).
Sie wird aber den Kindesvater unverzüglich deren Adresse und Telefonnummer bekanntgeben und erteilt hiermit ihre Zustimmung, dass auch der Kindesvater XXXX XXXX mit der Therapeutin Frau XXXXXX ebenso wie mit Frau Dr. XXXX-XXXX Kontakt aufnimmt und über den aktuellen Gesundheitszustand der Mutter Auskünfte erhält. Das Gleiche gilt für Dr. XXXX oder den jeweiligen sonst betreuenden Therapeuten im XXX-XXX-Institut in XXXXX.
Danach wird zur Abklärung der aktuellen Lebenssitutation der Kindesmutter und auch des XXXX, auch durch Einholung eines aktuellen Jugendamtberichtes die Tagsatzung erstreckt auf den
3.11.2005, 10 Uhr, Zi.XXXX.
Sämtliche Anwesende nehmen diesen Termin unter Ladungsverzicht zur Kenntnis.
Die Kindesmutter gibt an, dass sie ab 1.Dezember 2005 als Angestellte bei einer Werbeagentur in Wien arbeiten wird, d.h. zunächst muss sie zwei Jahre Praktikum machen dort. Das wird eine Tätigkeit als Werbetexterin sein, die ihr aufgrund der kreativen Anforderungen sehr entgegenkommt.
Ende: 11.45 Uhr
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... und so geht es weiter in die nächste Runde! ... hoffe, es tut sich bald was.
Liebe Grüße
Michael
PS: ich verstehe jetzt jeden Türken, der seine Kinder packt und nach Hause reist. |