| Text: | sehr hart, du urteilst!
Ich finde es schon in Ordnung, dass der Michi ein glückliches Leben führt, die Dinge so nimmt wie sie nun mal sind und das Beste draus macht, unsere Probleme, die wir uns machen, abschüttelt. Er stellt sich halt immer auf die Gegebenheiten ein und sagt mehr oder weniger, dass jede Generation mit den Karten spielen muß, die sie halt bekommt. (oder wir ihr hinterlassen haben.)
Das Problem is halt nur, dass die Menschen nie so großen Einfluß in ihr umgebendes Ökosystem nehmen konnten und somit würde ich meinen Kindern gerne Optimismus und eine Umwelt die (natürlich nach meinem Bewertungssystem) halbwegs intakt ist.
Und dann finde ich die Fragen schon sehr sinnvoll. Denn wenn ich nach Anita gehe, und ich geb ihr recht, bräuchten wir viele Dinge gar nicht erst herzustellen, weil sie eh nur ein Witz von irgendjemand sind. Implantierte Bedürfnisse. Und wir schwachen Wesen lassen uns nur allzuoft verleiten, und verkaufen uns dann dabei. Und genau deshalb is, finde ich , die Diskussion wertvoll. Herausfinden was eigentlich abgeht. Und das hat ganz sicher nix mit Klimaanlagen zu tun, oder sonstigen Schaß, für den ich wertvolle Zeit mit stupider Arbeit, weit weg von meiner Familie verschwenden muß.
'Gut gehen' tut´s uns, aber heißt das zwangsläufig, dass wir glücklich sind? Das möcht ich sein, jawoll.
Im Prinzip bin ich überzeugt, dass wir hier gar keine Diskussion haben, weil jeder seinen Lebensweg im Groben schon umrissen hat, aber trotzdem hoffe ich, dass wir nicht nur wie die Lemminge dem Wirtschaftsdiktat folgen, weil wir uns halt arrangiert haben, sondern zumindest in (manchmal wesentlichen) Details neue Perspektiven finden. Das ist eigentlich der Punkt wo ich dem Michi widersprechen möchte, Veränderung ist wichtig, weil sie passiert. Ich kann mir aussuchen wie ich damit umgehe, bzw. wie ich agiere oder eben nur reagiere. Aber Bedenke: Keine Aktion, is auch eine Entscheidung - somit Aktion. Und heißt es nur, dass andere weiterhin entscheiden können, weil viele es nicht tun.
lg Peter |